Nomacorc

Die so hergestellten Verschlüsse ergeben gemäß Angaben des Herstellers eine kalkulierbare, konstante Sauerstoff-Durchlässigkeit und schützen vor unerwünschten Geschmacksnoten als Folge von Oxidation, Reduktion oder Korkschmecker. Reduktive Noten können durch chemische Reaktion während der Gärung aufgrund unangenehmer Schwefelverbindungen, aber auch noch in der Flasche gebildet werden. Es gibt unterschiedliche Sauerstoffraten in der Bandbreite Schaumweine bzw. kurzzlebige Stillweine bis langlebige Weine. Die Auswahl eines Betriebes für den „richtigen“ Verschluss je Weintyp wird durch die eine Software unterstützt, die Rebsorte, Herstellungsprozess, Weinparameter und Sortenspezifika in Bezug auf das Sauerstoffmanagement berücksichtigt.

Die Produkte für die langlebigen Weine sorgen für ein kontrolliertes Sauerstoffmanagement in zwei Phasen. In der Anfangsphase lässt der Verschluss nahezu keinen Sauerstoff durch. Während des Reifestadiums hingegen erfolgt dann ein äußerst niedriger, als Nanooxigenation bezeichneter konstanter Sauerstofftransfer (siehe unter Mikrooxigenation). Die Korken der Produktlinie „Nomacorc Green Line“ werden aus pflanzenbasierten, aus Zuckerrohr gewonnenen Polymeren hergestellt. Sie umfasst fünf Marken für Weine mit jeweils unterschiedlicher Reifedauer bzw. Haltbarkeit sowie auch unterschiedlicher Korkenlänge von 36 bis 53 mm. Die einzelnen Korken bewirken einen jeweils unterschiedlichen Sauerstofftransfer. Das sind Reserva (bis 25 Jahre), Select Green (100 bis 15 Jahre, 300 bis 10 Jahre, 500 bis 8 Jahre), Classic Green (bis 5 Jahre), Smart Green (bis 3 Jahre) und der Sektkorken Zest Premium (bis 2 Jahre). Siehe auch andere Alternativen unter Verschlüsse.

Moscato d’Asti

Moscato – mehr als einfach nur ein Dessertwein!

Moscato ist eine alte Rebsorte, die aus dem östlichen Mittelmeerraum stammt und sich dann auf viele andere Gebiete ausgebreitet hat. Im Piemont reicht es bis ins Jahr 1300 zurück. Der Begriff “Moscato”, was soviel wie “duftend” bedeutet, tauchte erstmals im Mittelalter auf, wurde aber bereits von den Griechen und Römern verwendet.

Der Unterschied zwischen Moscato und Spumante

Im Unterschied zum Asti Spumante ist der Moscato d’Asti ein nur leicht perlender Wein, der meistens mit einem normalen Korken verschlossen ist. Sein Kohlensäure-Gehalt ist so gering, dass er nicht als Frizzante (Perlwein) gilt. Moscato d’Asti ist wesentlich süsser als der Spumante, weil die Gärung in einem wesentlich früheren Stadium unterbrochen wird und somit noch viel unvergorener Traubenzucker zurück bleibt.

DAS PASST!

Vor dem Start ist es notwendig, eine Grundregel zu beachten: Süss passt zu Süss. Ausgezeichnet in Kombination mit einem Biskuitkuchen, süßen Sablés und allen klassischen Donuts, in diesem Fall wird der Moscato bei 6° – 8° Grad serviert. Das Vorhandensein von Kohlendioxid in den Weinen, der Alkoholgehalt und der nicht zu hohe Zuckergehalt stehen im Einklang mit der Weichheit der Süßigkeiten.

Passt vorzüglich auch mit Obsttorten aller Art, es sollten jedoch die Orangenkuchen vermieden werden.  Mit Mandelgebäck und mit allen getrockneten Früchten wie die toskanischen Cantucci, ist der Moscato ein Gedicht.

Da er ein sehr reichhaltiger und angenehmer Wein mit einer bemerkenswerten Ausgewogenheit ist, wird er normalerweise mit Sauerteig-Desserts wie den großen Weihnachtsklassikern Panettone und Pandoro kombiniert.

Unser Moscato passt jedoch auch einfach so, zwischendurch. Geniessen Sie ihn bei einem guten Gespräch oder ganz einfach unter Freunden.

UNGLAUBLICH – ABER DAS PASST AUCH!

Viele Menschen glauben, dass Moscato nur zu Desserts passt, und es gibt wirklich nichts Besseres, als ihn mit Keksen und traditionellem Gebäck zu begleiten.

Aber die Bauern, die das piemontesische Land bewirtschafteten, kombinierten den Moscato mit einem salzigen Snack und viele der heutigen Sommeliers wurden von ihnen inspiriert.

Mario Soldati, einer der ersten italienischen Feinschmecker, schlug vor, den Moscato mit frischer Salami zu kombinieren und ihn mit Feigen oder Melone zu begleiten. Auch in diesem Fall hilft Kohlendioxid bei der Entfettung des Mundes, während der Geschmack der Salami und die Süße des Weines dem Gaumen einen angenehmen Kontrast verleihen.

Interessant ist auch die Kombination mit würzigen Gerichten der ethnischen Küche, insbesondere der indischen.

Die vielleicht gewagteste Kombination ist die mit Muscheln oder Austern. Um alle süss-salzigen Kombinationen zu wagen, servieren Sie den Moscato richtig kalt, um das Zuckergefühl zu senken und den Säureanteil zu erhöhen.

DAS PASST GAR NICHT!

Den Moscato d’Asti niemals mit etwas servieren, das mit einer bitteren oder sehr alkoholischen Note endet.

Ein Wein, der nicht zu sehr süssen und cremigen Desserts, zu Kaffee oder Tiramisu passt. Auch Schokoladendesserts sollten vermieden werden.

Weine aus dem Piemont

Geschichte: Schon die Römer der Antike tranken Wein aus dem Piemont, dem Land „am Fuss des Berges“. Besonders eindrucksvoll sind die vielen mittelalterlichen Schlösser. Historisch gehört das Piemont zu den reichsten Regionen Italiens.

  • Geografie: Die hügelige Landschaft liegt wie ein riesiges Tal zwischen den Ausläufern der Alpen im Süden und dem Apennin im Osten. Die Weinlagen befinden sich ausschliesslich an Südwest- und Osthängen.
  • Klima: Das kühle Klima lässt die Trauben langsam reifen, wodurch sie sehr aromatisch werden.
  • Boden: Es überwiegt vulkanischer Tuff (tufo), auch Kalkböden kommen reichlich vor.
  • Piemont-Weine: Sie bestehen zu 85 Prozent aus Rotwein. Der kraftvolle Barolo gilt oftmals als bester Wein Italiens. Der Barbaresco ist leichter, fruchtiger und reift schneller. Die ein wenig verkannten Weine Barbera d’Alba und Barbera d’Asti sind robust, etwas leichter und werden selten gelagert. Noch leichter sind Dolcetto d’Alba beziehungsweise d’Asti und Grignolino. Hinter der Bezeichnung Freisa verbergen sich süsse, perlende und helle Rotweine. Der blumige, lieblich schmeckende Schaumwein Asti Spumante ist der Exportschlager des Piemont. Trockene Weissweine stammen vor allem aus der Piemonter Ortschaft Gavi, während Wermut eine Spezialität aus Turin ist.
  • Rebsorten: Die Hauptrebsorte ist Nebbiolo; aus ihr werden Barolo, Barbaresco und Gattinara (unter der Bezeichnung Spanna) erzeugt. Andere Rotweine tragen oft den Namen der Rebsorte, kombiniert mit der Herkunftsbezeichnung: Barbera d’Alba, Dolcetto d’Asti usw. Zwei eher neue Weine sind der rote und der weisse Roero Arneis.
  • Rebfläche und Produktionsmenge: Auf rund 62’000 Hektar werden jedes Jahr rund 3 Mio. Hektoliter Wein produziert. Davon sind circa 20 Prozent DOC- beziehungsweise DOCG-Weine.

 

Gambero Rosso Weinguide

Der wichtigste Weinguide Italiens

Der neue Gambero Rosso 2018 ist Ende Oktober 2017 erschienen. Eigentlich heißt er “Vini d’Italia” und wir herausgegeben vom Verlag Gambero Rosso. Lange Zeit galt er unangefochten als der der wichtigste Weinführer Italiens. Es gibt dieses Büchlein, seit nun fast 30 Jahren. Es wrid jedes Jahr komplett neu geschrieben und enthält etwa 20.000 Weine. Sie können sich vorstellen, wie viel Wein da verkostet werden muss. Überhaupt aufgenommen zu werden ist bereits eine Auszeichnung. Eine Auszeichnung mit 3 Gläser ist die Topbewertung, die vergeben wird. Es werden jeweils die besten Weine der jeweiligen Region ausgezeichnet. Somit ist Qualität eines 3-Gläser-Weins aus Kalabrien nicht unbedingt mit einem Barolo mit 3 Gläser zu vergleichen. Manches ist auch Politik, darum nehmen unsere Sommeliers jeden Tipp einzeln unter die Lupe und kommentieren, was sie davon halten.

Luca Maroni – Weinkritiker

Weine mit viel Frucht und Kraft

Luca Maroni liebt sein Italien, Und er liebt Weine mit viel Kraft, mit einer intensiven Frucht und einem weichen Kern. Er hat sein ganz eigenes Bewertungs-Schema geschaffen. Immer auf der Suche nach dem perfekten Wein. Und doch hat er noch nie 100 Punkte vergeben. Im Scherz hat er einmal gesagt: “Sobald ich einem Wein die 100 Punkte gebe, habe ich mein Ziel erreicht und kann aufhören.” Bis jetzt hat er maximal 99 Punkte vergeben.

Luca Maroni – so lesen Sie seine Bewertungen

  • Frucht – max 33 Punkte
    Er liebt Aromen, er liebt die Frucht im Wein. So wie ich, mag er es einfach, wenn ein Wein eine tolle, klar definierte Fruchtaromatik und Fruchtintensität hat.
  • Kraft – max. 33 Punkte
    Darf es ein bisschen mehr sein? Er liebt kraftvolle, dichte Weine. Es darf auch mal so richtig mächtig sein. Filigrane Weine haben es ein bisschen schwer bei ihm. Er mag Weine, die den Mund ausfüllen.
  • Balance – Ausgewogenheit – max 33 Punkte
    Er mag weiche, harmonische Weine. Was er nicht mag sind Bittertöne und Säure. Solche Weine sind für ihn dann nicht ausgewogen und harmonisch und bekommen an dieser Stelle einfach weniger Punkte.

Luca Maroni 96-99 Punkte – meine Top 10

Luca Maroni ist eine meiner Inspirations-Quellen. Viele junge Winzer wollen seine Meinung. Neue Weine landen daher sehr schnell, sehr früh, bei ihm auf dem Probiertisch. Und wenn er von einem Wein begeistert ist, werde ich neugierig und probiere auch. Wenn dann Victor mit dem Weingut noch einen interessanten Preis aushandeln kann, so dass meine Preis-Genuss-Wertung entsprechend nach oben schnellt, finden Sie das Ergebnis hier bei VIPINO.

Luca Maroni und ich sind uns noch nie begegnet, trotz unserer gemeinsamen Leidenschaft für den italienischen Wein. Aber wir teilen etliche Ansichten, wenn es um den modernen italienischen Wein geht. Und so sind es immer wieder die gleichen Weine, die uns gefallen. Nicht immer, aber immer öfter… lach!

Fiano Minutolo

minutoloEs ist wichtig zwischen Fiano aus Kampanien und Fiano aus Apulien zu unterscheiden. Die in Apulien beheimateten Rebsorten Fiano Minutolo, Fiano Aromatico und Fianello sind nicht mit dem Fiano aus Kampanien identisch. Es handelt sich um stark aromatische Rebsorten, welche ausschließlich in Apulien gedeihen.

Zuckergehalt und Klassifizierung bei Schaumwein/Champagner

KlassifizierungSchaumweine, Spumanti, Proseccos und Champagner werden nach dem Zuckergehalt klassifiziert. Die weiter unten aufgeführte Liste ermöglicht es Ihnen, sich in diesem “Labyrinth” etwas besser zurecht zu finden.

Süsse Schaumweine gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Süss muss aber auch nicht immer billig bedeuten. Es gibt immer mehr qualitativ hochstehende Schaumweine, welche Sie unbedingt mal geniessen sollten.

Die Restzucker-Menge wird in Gramm pro Liter ausgewiesen.

Azienda Agricola Fabiana

Der letzte Feinschliff!

Bei unserem Besuch bei der Familie Barulli von der Azienda Agricola Fabiana, konnten wir miterleben, wie der letzte Feinschliff vor der Ernte vorgenommen wird. Michele, der Junior-Chef, fährt mit uns zu seinen Weingärten. Seine Mutter arbeitet gerade am ausdünnen der Reben. Anna, wie Micheles Mutter heisst, ist eine sehr sympatische und schlanke Frau. Es ist über 36° warm. Trotzdem arbeitet sie sorgfältig und mit viel Liebe an jeder einzelnen Rebe. “Es ist sehr wichtig, dass wir nur die schönsten Trauben für unseren Wein nehmen”. Sie hat ein geübtes Auge. Die Barullis produzieren Wein schon in der dritten Generation.

fabianaAusdünnenUns blutet fast das Herz. Solch schöne Trauben einfach wegschneiden? Michele lacht. Er erklärt uns, dass sein Vater Antonio und er grossen Wert auf die Qualität legen. Darum sei es wichtig, auf ca. 30% der Ernte zu verzichten. Er sagt: “Das bemerken Sie spätestens beim trinken unserer Weine.”

Nach dem Rebschnitt und dem Jäten ist das Ausdünnen knapp vor Reifebeginn die letzte Möglichkeit, um den Ertrag der Rebstöcke auf ein qualitativ wie wirtschaftlich sinnvolles Niveau zu reduzieren.

Dabei schneidet kein Winzer gerne knapp vor dem “Endspurt” des Weinjahres Trauben auf den Boden. Schließlich hat er bis dahin viel Mühe investiert, um den Weinstock und die Trauben zu hegen und zu pflegen.

Jahrhundertelang stand die Ertragssteigerung und vor allem die Ertragssicherheit im Weinbau im Vordergrund. Fast alle Veränderungen (viele, aber nicht alle davon waren bzw. sind Verbesserungen) im Bereich der Rebvermehrung und -züchtung, bei den Erziehungssytemen, im Pflanzenschutz, bei der Bodenbearbeitung, der Düngung, etc. zielten auch oder vor allem auf höhere und/oder gleichmäßigere Erträge ab.

Seit vergleichsweise kurzer Zeit steht aber heutzutage bei den Weintrinkern – und damit zwangsläufig auch bei den Weinbauern – nicht mehr die Menge im Vordergrund, sondern die Qualität. Die Weine aus Apulien galten lange Zeit als durchschnittliche aber preislich interessante Weine. Viele Weinbauern, so wie die Barulli’s, haben dies jedoch drastisch geändert. Sie wollen vor allem qualitativ hochstehende Weine produzieren.

Der Primitivo di Manudria Calidus, DOC ist sicherlich der “Top-Wein” der Barullis. Antonio Barulli sagt jedoch ganz Stolz: “alle unsere Weine sind gut”, erzählt uns auch voller Stolz, warum der andere Primitivo, Nonna Cecca heisst. Er habe ihn mit viel Liebe produziert. Heissen tut er wie seine Grossmutter, welche Antonio über alles geliebt hat. Eben, “Nonna Cecca”.

Heute möchten Weinliebhaber und Weintrinker gerne wissen, was sie trinken. Wir von Apulia wollten nicht einfach Weine importieren. Wir wollten die Menschen und Ihre Geschichten kennenlernen. Wir wollten Ihre Phylosophien in der Produktion kennenlernen. Wir suchten das Besondere. Wir suchten Produkte, wo wir voll und ganz dahinter stehen können. Wir wollten sehen wo diese Produkte wachsen. Wie diese gepflegt werden. Wie diese behandelt werden.

famBarulli

Von links: Fabiana, Antonio, Anna und Michele Barulli

An einem Sonntag gingen wir mit der Familie Barulli ans Jonische Meer essen. Natürlich in ein Restaurant, welche die Fabiana Weine im Sortiment haben. Hervorragende Weine. Gespannt waren wir auch auf einen ganz besonderen Wein. Antonio sagt uns: “Der hat noch keinen Namen. Ich möchte ihn nicht einfach Moscato oder Prosecco nennen, denn da gibt es so viele qualitativ durchschnittliche Weine, enorme Unterschiede zu unseren zwei Weissen.” Der “ohne Namen” hatte auch keine Etikette. “Wir produzieren ihn schon bald”, sagte mir Antonio. Es gibt ihn in “leicht süss” und in “Brut”. Wir haben beide getrunken und waren von beiden begeistert und sprachlos. Prosecco? Moscato?

Beide Weissweine haben eine leichte, so genannte natürliche Kohlensäure, d.h. jene, die während der Gärung aus den Hefezellen in den Wein diffundiert. Ist in einer extrem kleinen Blasenform im Wein vorhanden und insofern ist sie auch fester eingebunden und präsentiert sich feinperliger als die zugesetzte Kohlensäure.

Wir freuen uns jetzt schon auf diese 2 neuen “Schätze”. Vielleicht dann schon mit einem Namen? Bei uns am Tisch tauften wir ihn ganz einfach “senza parole”. Sprachlos!

Der Weinliebhaber möchte Qualität. Dieser radikale Wandel der Kauf- und Konsumgewohnheiten erforderte eine entsprechende Anpassung der Weingärten, die aber nicht von heute auf morgen erfolgen konnte. Viele Jahre arbeiten die Barulli’s nun schon an gleichmäßig niedrigeren Erträgen bei hoher Qualität.

Antonio betont nochmals, dass es sehr wichtig und notwendig ist, um die von den Weinkonsumenten geforderte Qualität erzielen zu können, einen Teil der Trauben knapp vor Reifebeginn wegzuschneiden, damit die verbleibenden besser ausreifen und eine höhere Qualität erreichen können.

weinräbenFabiana

Wunderschöne und gepflegte Reben

Abschliessend sagt er uns, “ihr Seid die einzigen die unseren Wein in der Schweiz vertreibt. Versichert Euren Kunden, dass wir ehrliche und gute Weine produzieren, eigentlich schon fast Bio. Wir achten extrem darauf, was wir im Weinbau einsetzen. Sagt den Kunden, dass guter Wein auch etwas mehr kosten darf. Sagt Ihnen, dass Antonio Barulli und seine Familie für die Qualität der “Fabiana” Weine immer gerade stehen werden.

Das machen wir gerne, Antonio.

Auch wir waren begeistert, nicht nur von den Weinen sondern von Eurer Gastfreundchaft und Eurer professionalität gepaart mit der Liebe für Euren Wein. Danke!

Wer ist Robert Parker

Parker ist ein US-amerikanischer Weinkritiker und -autor. Er betreibt seit fast 30 Jahren professionellen Weinjournalismus. Seine Weinbewertungen mit den numerischen Parker-Punkten sind international ein massgeblicher Faktor zur Preisbildung auf dem Weinmarkt. Parker veröffentlicht seine Bewertungen in seinem zweimonatlich erscheinenden Newsletter „The Wine Advocate” und den Büchern „Bordeaux”, „Rhône Valley” und „Parkers Wein-Guide”.

Was ist Wine Spectator

Das international renommierte Magazin Wine Spectator mit Sitz in New York gehört sicher zu Klassikern der Weinbewertung und erscheint bereits seit 1976. Neben Robert Parkers Wine Advocate ist es die weltweit bekannteste Quelle für Weinbewertungen.

Aktuell erscheint der Wine Spectator 15 mal im Jahr und bespricht dabei bis zu 1.000 Weine jährlich. Neben der reinen Bewertung von Einzelweinen widmet sich das Magazin aber auch ganzen Regionen oder bespricht die aktuellen Jahrgänge in verschiedenen Weinbaugebieten im Detail.

Besondere Aufmerksamkeit erhält zudem die jährlich erscheinende Liste der Top 100 Wines. Die Bedeutung dieser Spitzenbewertungen und die Reichweite des Wine Spectator ist so groß, dass sich die Preise einzelner Weine auf der Top 100 Liste nach deren Veröffentlichung verdoppeln oder gar verdreifachen

Weinbewertung: das 100 Punkte-System

Um Weine und deren Qualität zu beurteilen wird meistens das 100 Punkte-System verwendet (Parker, Wine Spectator, Wine Enthusiast, etc.):

  • unter 70 Punkte: Nicht empfehlensert
  • 70 bis 79 Punkte: Durchschnittliche Weine
  • 80 bis 84 Punkte: Gut gemachte, solide Weine
  • 85 bis 89 Punkte: Sehr gute Weine
  • 90 bis 95 Punkte: Aussergewöhnliche Weine mit perfektem Charakter und Stil
  • 96 bis 100 Punkte: Grossartige Weine, Klassiker

Was ist Wine Enthusiast

Der Wine Enthusiast ist ein 1988 gegründetes amerikanisches Lifestyle-Magazin, das neben Wein auch Reise- und Lebensmittel-Artikel publiziert. Inzwischen weltweit verbreitet, erreicht es fast eine Million Leser monatlich. Die Besonderheit sind die eigenständigen Redaktionen in den wichtigsten Wein-Nationen. Nach dem Wechsel der Italien-Chefin Monica Larner zu Parkers Wine-Advocate hat Kerin O’Keefe die Italien-Redaktion übernommen. Auch sie genießt seit Jahren eine hohe Reputation unter Italiens Winzern.

Seit einigen Jahren ist der Wine Enthusiast auch im Internet höchst aktiv und erfolgreich. Alle Wine-Reviews erscheinen unter winemag.com inklusive recht ausführlicher regionaler Beschreibungen.

Was ist Gambero Rosso

Gambero Rosso ist ein italienisches Unternehmen, das hauptsächlich durch das Buch “Vini d’Italia” bekannt ist. Dieses jährlich erscheinende Werk gilt als der bekannteste Weinführer für italienische Weine.Die Weine werden von unabhängigen Fachleuten in Blindtests verkostet und bewertet. Im Gambero Rosso aufgeführte Weine gelten bereits als Weine von überdurchschnittlicher Qualität, zur Qualitätskennzeichnung werden Weingläser vergeben:

– 1 Bicchiere (ein Weinglas) = guter Wein

– 2 Bicchieri (zwei Weingläser) = sehr guter Wein

– 3 Bicchieri (drei Weingläser) = hervorragender Wein, höchste Auszeichnung

Empfohlene Wein-Trinktemperaturen

Empfohlene Trinktemperaturen
Volle Rotweine 16°C bis 18°C
Leichte, tanninarme Rotweine 14°C bis 16°C
Beste Weißweine 12°C bis 14°C
Volle, aromatische Weißweine, Portwein, Süßweine 10°C bis 12°C
Leichte, frische Weißweine 8°C bis 10°C
Bitte beachten Sie, dass ein Wein sich schon beim Einschenken ins Glas um 1 bis 2 Grad erwärmt.

 

Biologischer Weinbau

Unter Biologischem, Ökologischem oder auch Biologisch-Ökologischem Weinbau versteht man Produktionsformen für die Herstellung von Trauben und Wein auf der Grundlage möglichst naturschonender Maßnahmen unter Berücksichtigung von Erkenntnissen bez. Ökologie und Umweltschutz. Nach jahrelangen Verhandlungen zwischen den Mitgliedsstaaten wurde im Februar 2012 vom SCOF (Standing Committee on Organic Farming) eine EU-Verordnung mit genauen Regeln für Weinberg und gegenüber früher nun auch Keller für die Produktion von Biowein erlassen.

Apulien

Die Region Apulien (ital. Puglia) mit der Hauptstadt Bari liegt tief im Süden Italiens. Die langgezogene Region besteht aus dem Sporn (das Gargano-Gebirge) und dem Absatz (die Halbinsel Salento) des Stiefels. Der Name geht auf die Apuli zurück; einen Stamm der Osker. Das Gebiet ist eines der ältesten Weinbaugebiete der Welt, denn schon vor 3.000 Jahren pflanzten hier die Phöniker und Griechen Rebstöcke an. Die Römer schätzten besonders den Wein aus Tarentum (Hafenstadt Taranto) und der Dichter Horaz (65-8 v. Chr.) beschrieb dieses Gebiet als einen Ort des „ewigen Frühlings“. Im Gegensatz zu den anderen südlichen Regionen Italiens gibt es kaum Berge. Die Landschaft besteht vor allem aus Hochebenen und Flachland.

Rotwein

Bezeichnung für einen Wein aus dunklen (blauen bis schwarzen) Rebsorten, der vor allem in wärmeren, südlichen Weinanbaugebieten in großen Mengen erzeugt wird. Rotwein hat einen größeren Anteil an Phenolen und einen kleineren Anteil an Säuren wie Weißwein. Die Farbe entsteht durch die in den Beerenschalen dunkler Trauben enthaltenen Anthocyane. Bei der klassischen Rotwein-Bereitung werden die Trauben gerebelt, das heißt die Stiele entfernt, und gequetscht. Nun setzt traditionell die (beim Weißwein nicht übliche) Maischegärung ein. Dabei erfolgt die Gärung des Mostes zusammen mit den Schalen und dem Fruchtfleisch.

Weisswein

In der Regel aus weißen (hellen) Rebsorten gekelterter Wein. Die Herstellung unterscheidet sich wesentlich von der aufwändigeren Rotwein-Bereitung, aber es erfolgen ähnliche Arbeitsschritte. Im Gegensatz zum Rotwein erfolgt sofort nach dem Abbeeren und Mahlen der Trauben das Pressen. Die Gärung des Mostes erfolgt überwiegend ohne Stiele und Beerenschalen.

Roséwein

Roséwein entsteht ausschließlich aus Rotweintrauben. Der Unterschied zu normalem Rotwein ist, dass der Most in der Regel sehr schnell von den Schalen getrennt wird. Der Wein wird also im Wesentlichen wie ein Weißwein ausgebaut. Durch die frühzeitige Separierung des Mostes von den Schalen erfolgt nur eine geringe Extraktion der Farbstoffe, denn die rote Farbe beim Rotwein kommt nur aus den Schalen.

Wichtigste Rebsorten Apuliens

primitivoPrimitivo ist eine dunkel rote autochthone Traube aus Apulien, bekannt für ebensolche dunkle tannin- und alkoholreiche Weine mit starkem Körper und charakteristisch würzigem Aroma nach Waldfrüchten. Auf Grund seines hohen Tanningehaltes bedarf auch der Primitivo einer guten Reifung, entweder in der Flasche oder dem Fass. Der Anbau erfolgt vorwiegend in Süditalien. In anderen Ländern, (wie z.B. Kalifornien) heißt der Primitivo Zinfandel und ist verwandt mit dem kroatischen Crljenak Kasteljanski. Der Name Primitivo leitet sich nicht von primitiv, sondern von prime uve, die erste Traube, weil sie die erste Traube ist, die schon Ende August reif am Rebstock hängen.

negroamaroDie Negroamaro Traube ist neben der Primitivo Traube die beliebteste rote autochthone Traubensorte aus Apulien. Sie wird dort schon seit über tausend Jahren angebaut und ergibt sehr gute kräftige Rotweine, die in neuerer Zeit auch wieder sortenrein angebaut werden bzw. zum Teil mit Malvasia Nera verschnitten wird. Die Negroamaro enthält vor allem Fruchtaromen nach schwarzer Johannisbeere und Kirsche. Der Salento ist das bekannteste Anbaugebiet für Negroamaro.

Uva-Malvasia-del-Lazio-X-PaMalvasia ist eine uralte Traubensorte. Mittels dieser Trauben lassen sich aromatische Weine jeder Farbe in trockener, perlender oder süßer Form herstellen. Es existieren dutzende Synonyme für die Malvasia (Malmsey, Malvasia, Malvasier, Monemvasia) und dessen Subvarianten (Malvasia bianca, Malvasia nera, Malvasia rossa, Malvasia di candia). Heutzutage wird die Malvasia-Traube in Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Kroatien, Slovenien und in den Vereinigten Staaten angebaut. Man geht davon aus, dass der Malvasia aus Griechenland stammt. Der Name Malvasia leitet sich von der griechischen Küstenstadt Monemvasia ab, die zu Zeiten des byzantinischen Reiches ein bedeutender Handelsplatz war. Im Laufe des Mittelalters wurde der Malvasia unter den venezianischen Kaufleuten so zahlreich gehandelt, dass daraus wohl eines der ersten internationalen Marketingkonzepte mit einem Markenprodukt hervorging. Selbst in den Werken von Shakespere und Thomas Mann hat dieser Wein Erwähnung gefunden. Er wurde sogar von Martin Luther geachtet. Kennzeichnend für Malvasia-Trauben sind fruchtig aromatische Weine mit geringer Säure und vollem Körper.

uva_fianoFiano ist eine sehr alte weiße Rebsorte Süditaliens, die überwiegend in Apulien und Kampanien angebaut wird. Aus Fianotrauben werden würzige Weißweine mit guter Struktur, lebendiger Säure und einem facettenreichen Geschmack mit Honignoten und tropischen Früchten. Fiano Weißweine sind ganz anders als die klassischen italienischen Pinot Grigio und Pinot Bianco oder Soave. Über den Fiano sagt man, es sei der beste Weißwein Süditaliens. Der Fiano soll schon von den Römern angebaut worden sein, damals mit dem Namen Vitis apiana (der Wein der von Bienen geliebt wird).

nero-di-troia-grappoloUva di Troia (auch Nero di Troia genannt) ist eine Rotweinsorte im Süden Italiens. Die Traube von Troia (also Troja) genannte Sorte soll von den Griechen aus Troja importiert worden sein. Andererseits gibt es in Apulien nur unweit von Foggia den Ort Troia.  Die sehr spätreifende Sorte ist mäßig wuchsstark. Die Erträge sind nicht sehr hoch. Die Uva di Troia ergibt tiefdunkle Rotweine mit einem violetten Schimmer. Der Alkoholgehalt ist meist sehr hoch und kann 14 Volumenprozent übersteigen. Der Wein findet Eingang in die DOC – Weine. Uva di Troia ist eine Varietät der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera).

falanghinaFalanghina ist eine sehr alte, je geradezu antike Rebsorte, deren Ursprung im alten Griechenland zu suchen ist. Aus Falanghina werden heute im Süden Italiens Weine mit schöner Frucht und wunderbar mineralischen Noten gezaubert.

Bereits der Name Falanghina lässt den griechisch antiken Ursprung erkennen, denn „phalange“ bedeutet im Griechischen „an den Pfahl gebunden“, was die übliche Reberziehung für die Sorte Falanghina war. Auch wenn sich der Ursprung nicht mehr wirklich nachvollziehen lässt und auch die Verwandtschaft mit dem legendären Falerner des antiken Roms eher zweifelhaft ist, so ist zumindest sicher, dass Falanghina zu den ältesten Rebsorten gehört.

uva_CHARDONNAYDer Chardonnay ist die weltbekannteste und am meisten angebaute Weisswein-Traube. Es gibt unzählige Beschreibungen zu den Aromen und Geschmacksausprägungen des Chardonnay. Im Allgemeinen reichen die Aromen von Butter und Toast bis hin zu exotischeren Richtungen wie Banane und Guave. Auch wird dem Chardonnay des Öfteren eine mineralische Note nachgesagt. Seine Geschmacksprofile sind ebenso unterschiedlich. Die Chardonnays sind sowohl bei den Herstellern als auch den Konsumenten beliebt. Die Trauben führen zu einem hohen Ertrag, wachsen in einem breiten klimatischen Spektrum, und die Weine können mit relativ geringem Aufwand in akzeptabler Qualität hergestellt werden. Beachtet werden muss, dass der Wein unter übermäßig warmen Bedingungen seine natürliche Zucker-Säure-Balance verlieren kann, was zu flachen Weinen führt.